Mut zur eigenen Zukunft!

Soziale Hilfen für Kinder und Jugendliche

Bei Kindern und Jugendlichen können sich durch verschiedene Belastungssituationen (z. B. Trennungssituationen in der Herkunftsfamilie, Gewalt, Lehrstellen-mangel u. a.) psychische Erkrankungen entwickeln, die ohne zusätzliche Hilfsangebote nicht aus eigener Kraft gemeistert werden können. 

Die Belastungen erschweren oftmals das Leben derart, dass Betroffene den Lebensmut verlieren und auch bestehende Unterstützungssysteme (Freunde, Eltern) nicht mehr weiter wissen.

Die sich aus solchen Belastungen entwickelnden psychischen Beeinträchtigungen führen oft bereits im Kindes- und Jugendalter zu Auffälligkeiten und Entwicklungs-beeinträchtigungen, die dann im jungen Erwachsenenalter, im Rahmen so genannter Schwellensituationen (Prüfungen, Beginn einer Lehre, Umzug etc.), zu einem Zusammenbruch des seelischen Gleichgewichts (Krise) führen.

Die Uhlenhaus "SOZIAL" gGmbH ist ein annerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe. Die Mitarbeiter dieses Bereiches wollen durch eine ambulante soziale Einzelfallbetreuung nach dem SGB VIII eine sozialpädagogische Begleitung anbieten, um so betroffene Kinder und Jugendliche zu unterstützen, eine angemessene Schulbildung zu erlangen, um deren Selbstständigkeit zu fördern und ihnen auf diesem Wege eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu erleichtern bzw. zu ermöglichen. Dabei arbeitet der Bereich sehr eng mit dem Team der Arztpraxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie und der Praxis für Kinder- und Jugendpsychotherapie (Uhlenhaus Ärztehaus), die im Rahmen ihrer Tätigkeit entsprechende Unterstützungsbedarfe feststellen, zusammen. 

Die sozialpädagogisch ausgerichtete Arbeit basiert auf dem so genannten „Ressourcen- und Lebensumfeld orientierten Ansatz“. So wird bei der Unterstützung und Hilfe an den Kompetenzen und nicht an den Defiziten des Betroffenen gearbeitet. In diesem Zusammenhang stehen die Förderung individueller Fähigkeiten (Ressourcenorientierung) sowie die Entwicklung angemessener Handlungs- und Lebensstrategien für den Betroffenen im Vordergrund. Die Kinder und Jugendlichen sollen unterstützt werden, die zur Verfügung stehenden eigenen Potentiale weiter zu entwickeln, um so innerhalb ihrer persönlichen Möglichkeiten einen eigenständigen Platz in der Gemeinschaft einzunehmen.

Neben der unmittelbaren Arbeit mit dem Kind bzw. Jugendlichen soll auch die betroffene Familie intensiv begleitet und betreut werden. Dabei stehen die Beratung bei Erziehungsaufgaben, bei der Lösung von Konflikten und in Krisen ebenso, wie die konkrete Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagsproblemen und im Kontakt mit Ämtern und Institutionen, entsprechend dem Prinzip: „Hilfe zur Selbsthilfe“ im Vordergrund. Nur über den Einfluss auf die Rahmenbedingungen des Aufwachsens kann insbesondere jüngeren Kindern die Perspektive eröffnet werden, auch in Zukunft am gesellschaftliche Leben teilzunehmen und sich als Erwachsene später, selbstständig zurecht zu finden.